Pfingstmontag 2021: Der Heilige Geist weht auch im Freien!

Pfingsten 2021, Altar
Bildrechte: Vera Dohle-Schäfer

Wer die neuen Freiheiten genutzt hat, konnte zu Pfingsten zum ersten Mal wieder wegfahren. Wir haben die Gelegenheit zu einem Freiluft-Gottesdienst auf dem Kirchenvorplatz genutzt. Auch das war eine „Premiere“.
Fast 70 Teilnehmer aus vier Generationen feierten den Pfingstmontag bei angenehmen Temperaturen unter freiem Himmel. Der Altar war auf dem Kirchenvorplatz aufgebaut worden, die alten Stühle rasch aus dem Carport herbeigeholt. Im Hintergrund plätscherte der Taufbrunnen.
Pfarrer Peter Kolb legte die uralte Geschichte vom Turmbau zu Babel aus: Nicht nur damals, auch heute erleben wir eine Sprachverwirrung, selbst dann, wenn wir alle dieselbe Sprache sprechen. Manchmal tun sich die Generationen schwer, einander noch zu verstehen, sogar dann, wenn wir die gleichen Worte benutzen.
Verständigung setzt viel mehr voraus, als einfach nur auf die Worte des anderen zu hören. Echtes Verstehen braucht auch den Willen, den anderen wirklich verstehen zu wollen. Dazu gibt in der Pfingstgeschichte Gott seinen Heiligen Geist, der Verstehen und Verständigung ermöglicht.
Auch das Abendmahl konnten wir feiern. Uns hilft dabei das Modell „Abendmahl in der Tüte“, mit dem Brotstücke und Weintrauben in Brotzeittüten verpackt an die Gemeindeglieder verteilt werden. Das kann hygienisch einwandfrei vorbereitet werden und die Feier mit dem „Abendmahl in der Tüte“ ist in der Gemeinde sehr gut angenommen worden.
Fröhliche Lieder mit Klarinette, Banjo und Gitarre trugen erheblich zur guten Stimmung bei, die auch durch das tapfere Tragen der Masken nicht getrübt werden konnte. Und auch darin gibt es inzwischen eine neue Freiheit: Für Gottesdienste im Freien braucht es nun keine Maske mehr! Im Innenraum der St. Markuskirche ist sie noch Bestandteil unseres Hygienekonzeptes.


Text Thomas Schäfer                  Fotos: Vera Dohle-Schäfer